Kongo: Abkommen mit Rebellen gescheitert

4. Mai 2001, 10:21
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Keine Einigung über künftige Machtverteilung

Nairobi/Kinshasa - Ein geplantes Abkommen für einen Dialog zwischen Regierung und Rebellen im Bürgerkriegsland Kongo ist vorerst gescheitert. Wie Rebellensprecher in dem zentralafrikanischen Staat am Freitag erklärten, konnten sich die Konfliktgegner bisher nicht auf eine gemeinsame Richtung einigen, um den Weg für die künftige politische Machtverteilung zu ebnen.

Rebellenführer und Regierungsvertreter hatten sich dazu am Donnerstag in der sambischen Hauptstadt Lusaka getroffen. Präsident Joseph Kabila selbst war nicht zu dem Treffen erschienen. Der innerkongolesische Dialog ist Bestandteil des Friedensabkommens, das die Kriegsgegner 1999 in Lusaka unterzeichnet haben.

Politische Quellen in der Hauptstadt Kinshasa wußten unterdessen von Plänen der Opposition, sich künftig mit den rivalisierenden Rebellengruppen im Norden und Osten des Landes zu einer Koalition zusammenzuschließen und gemeinsam ein politisches Gegengewicht zur neuen Regierung Kabilas zu bilden.

Im Kongo bekämpfen seit August 1998 Rebellen die Regierung in Kinshasa. Sie werden von Uganda und Ruanda unterstützt. Angola, Simbabwe und Namibia sind Verbündete der Regierung Präsident Kabilas. Nachdem er das Amt im Jänner von seinem ermordeten Vater, Laurent Kabila, übernommen hatte, war Bewegung in den bis dahin stockenden Friedensprozess gekommen. (APA/dpa)

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