Samsung plant ab Ende Mai Verkauf von GPRS-Handys in Europa

4. Mai 2001, 11:26
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Ab Juni können 50.000 Handys verkauft werden

Der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung Electronics wird nach eigenen Angaben voraussichtlich ab Ende Mai in Europa Handys der Zwischengeneration GPRS anbieten. Dabei werde wahrscheinlich die Telekom-Tochter T-Mobil erste Kunde von Samsung, teilte der Konzern am Freitag in Seoul mit. "Wir befinden uns in der letzten Phase der Verhandlungen mit T-Mobile," sagte Samsung-Vizepräsident Park Sang-jin der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag. Sobald der Preis feststehe, werde Samsung in der Lage sein, Anfang Juni rund 50.000 GPRS-Handys (General Packet Radio Services) zu liefern. Bis Jahresende könnten dann GPRS-Mobiltelefone in alle europäischen Länder verkauft werden.

GPRS nur eine Zischenstufe

Die GPRS- oder auch 2,5G-Technologie, gilt als Zwischenstufe und Übergangsstandard auf dem Weg zum künftigen Mobilfunkstandard UMTS (Universal Mobile Telecommunications Service). GPRS-Technik erlaubt bereits schnellere Datenübertragungen als bislang, da mit ihr die gleichzeitige Nutzung eines Mobilfunkkanals durch mehrere Teilnehmer möglich ist. Branchenexperten gehen derzeit davon aus, dass sich GPRS-Handys in den kommenden vier bis fünf Jahren als der bevorzugte Mobiltelefon-Typ durchsetzen werden, da Netzwerkbetreiber aufgrund hoher Risiken und Kosten Investitionen in den Mobilfunkstandard UMTS der dritten Generation hinausschieben.

Ziel: 10 Prozent des europäischen Marktes

Wenn 2003, wie Experten schätzen, der Umsatz mit den GPRS-Geräten die Umsätze mit Handys des aktuelllen Mobilfunkstandards GSM übertrifft, könne Samsung bis zu acht Millionen Mobiltelefone absetzen, hieß es weiter. Dies entspreche dann zehn Prozent des gesamten europäischen Marktes für GPRS-Handys. (apa)

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