SP-Niederwieser: Einmischung Österreichs "kontraproduktiv"

4. Mai 2001, 10:54
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"Rauch-Kallats Äußerungen schaden der Südtiroler Autonomie"

Innsbruck - Äußerungen von ÖVP-Gereralsekretärin Maria Rauch-Kallat zu den Parlamentswahlen in Italien am 13. Mai hat der SPÖ-Abgeordnete Erwin Niederwieser als "kontraproduktiv" bezeichnet. Es bestehe "keine Notwendigkeit", dass sich Österreich einmische. Damit schade Rauch-Kallat der Südtiroler Autonomie mehr als sie ihr diene, betonte Niederwieser am Freitag.

Rauch-Kallat hatte in einem Interview mit der Mailänder Tageszeitung "Corriere della Sera" (Donnerstag-Ausgabe) erklärt, sie hoffe auf einen Sieg von Silvio Berlusconi, dem Führer des Mitte-Rechts-Bündnisses, bei den kommenden Parlamentswahlen in Italien. Niederwieser betonte, dass er solche Einmischungen in italienische Wahlvorgänge für "schädlich" halte.

Die SVP habe deutlich gemacht, dass sie mit der Autonomie-Entwicklung in Südtirol zufrieden sei, erklärte Niederwieser. Von den autonomiefeindlichen Aussagen der Kandidaten des Mitte-Rechts-Bündnisses könne sich jeder selbst ein Bild machen, "wieviel Freiheit für Südtirol" übrig bleibe. (APA)

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