Partikel mit Laserstrahlen zum Drehen gebracht

4. Mai 2001, 08:42
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Nutzung für Biologie und Mikromaschinen möglich

Washington - Schottische Forscher haben ein System entwickelt, mikroskopisch kleine Partikel mit Laserstrahlen zum Drehen zu bringen. Wie das Wissenschaftsmagazin "Science" in seiner neuen Ausgabe berichtet, könnte die Entdeckung der Physiker von der St. Andrews Universität in Fife eine wichtige Rolle in der Biologie sowie in der Forschung mit Mikromaschinen spielen.

Die Wissenschafter konnten in ihrer Studie durch Bündeln von Licht und spezielle Einfallwinkel extrem kleine Objekte wie Chromosomen dazu bringen, sich zu drehen. Biologen könnten die Technik dazu nutzen, bei Experimenten DNS-Stränge auszurichten, sagte der Physiker Michael MacDonald.

Ferner könnte laut MacDonald so ein winziges Zahnrädchen bewegt werden, dass wiederum andere Rädchen antreiben würde. Damit könnten Mikromaschinen betrieben werden, die hundert Mal kleiner sind als der Durchmesser eines menschlichen Haares.

Die Technik benutzt Licht wie eine Pinzette, indem Partikel durch die Kraft gebrochenen Lichts festgehalten werden. Wenn die Forscher den Laserwinkel so veränderten, dass ein Spirallichtmuster entstand, konnten sie die Partikel zum Drehen bringen. (APA/AP)

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