China: Luftbildatlas soll archäologisches Erbe bewahren helfen

4. Mai 2001, 08:37
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Seit 1938 fast 95 Prozent der archäologischen Monumente in der Provinz Schantung verschwunden

Bochum - Einen Luftbildatlas mit archäologischen Fundstellen im Nordosten Chinas haben Forscher der Ruhr-Universität Bochum zusammen mit dem Archäologischen Institut der Provinz Schantung erstellt. Der Atlas sei ein Anfang, um das reichhaltige archäologische Erbe Chinas zu bewahren, teilte die Hochschule mit. Er ermögliche, die Fundstellen vor weiteren Beschädigungen zu schützen und eventuell wissenschaftlich zu untersuchen.

Die Forscher werteten alte Luftbilder der Jahre 1928 bis 1938 aus und verglichen diese mit Vermessungsluftbildern von 1975. 1938 seien noch fast 2.900 Objekte sichtbar gewesen, neben einigen alten Stadtbefestigungen hauptsächlich Grabhügel. Auf den späteren Fotos seien davon nur noch 445 erkennbar gewesen. Eine Geländeüberprüfung im Jahr 1999 habe zudem ergeben, dass nur noch knapp 150 Anlagen erhalten seien. Im Verlauf von 60 Jahren seien damit fast 95 Prozent der Monumente verschwunden. Als Ursache nannten die Forscher Ackerbau, Überbauung und anderweitige Benutzung des Materials. (APA/dpa)

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