WU-Professor Badelt für radikale Reform

4. Mai 2001, 06:20
2 Postings

Aber "nicht alle Arbeitnehmer in einen Topf werfen"

Wien - Eine "radikale Reform" der Pensionen, die aber erst in 20, 25 Jahren wirksam wird, empfiehlt der Professor für Sozialpolitik an der WU-Wien, Christoph Badelt, der Politik. Damit könnten die Menschen planen. Auch wäre ein solches Vorgehen glaubwürdiger als immer wieder kleine Reformen und Versprechungen, dass damit das Auslangen gefunden würde. Grundsätzlich stimmte Badelt in der "Zeit im Bild 2" am Donnerstag Bundeskanzler Wolfgang Schüssel zu, dass das Pensionsalter anzuheben sei. Aber, so der Experte, man sollte langfristig denken.

Auch dürfe man bei einer Reform nicht alle Arbeitnehmer in einen Topf werfen - wer beruflich schweren körperlichen Belastungen ausgesetzt ist, brauche eine entsprechende soziale Absicherung. In vielen Berufen wäre Weiterbildung im Alter sicher sinnvoll, betonte Badelt. (APA)

Share if you care.