UNESCO-Generalsekretär verurteilt Journalistenmorde in Kolumbien

3. Mai 2001, 21:59
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Zwei Redakteure in Ausübung ihres Berufes getötet

Paris - UNESCO-Generalsekretär Koichiro Matsuura hat anlässlich des "Welttages der Pressefreiheit", der am Donnerstag begangen wurde, den Mord an zwei kolumbischen Journalisten verurteilt. "Wir verurteilen diese Morde, die gleichzeitig hassenswerte Verbrechen gegen Einzelpersonen darstellen und Verbrechen gegen die Meinungsfreiheit und die Freiheit der Medien, die unerlässlich sind für die Demokratie und den Rechtsstaat", liest man in einer am Mittwoch veröffentlichten Aussendung des Generaldirektors der UNO-Organisation für Wissenschaft, Kultur und Bildung.

Bei den beiden Journalisten handelt es sich laut Aussendung um Flavio Bedoya, der am 27. April in der Hafenstadt Tumaco erschossen wurde, und um Carlos Trespalacios, der am 1. Mai in Medellin getötet wurde. "Man muss es bedauern, dass diese Journalistenmorde einmal mehr in Lateinamerika begangen wurden, einer Region, die besonders unter dieser Art von Gewalt gelitten hat", schreibt Matsuura weiter und fügt hinzu: "Kolumbien ist eine Nation, in der die Journalisten das Recht, ihren Beruf frei auszuüben, mit einem besonders hohen Preis an Menschenleben bezahlt haben."

Bedoya war Regionalkorrespondent der in Bogota erscheinenden Zeitung "Voz", Trespalacios dagegen war als Sportjournalist für mehrere Zeitungen in Medellin tätig. Beide Journalisten waren laut UNESCO-Aussendung für ihre kritischen Artikel bekannt und hatten Morddrohungen erhalten. (APA)

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