"Der Anfang vom Ende"

3. Mai 2001, 20:41
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... so möchte jedenfalls Josef Pühringer die Abschaltung sehen

Linz - Die durch die technischen Probleme bedingte Abschaltung des AKW Temelin für zwei Monate müsse "der Anfang vom Ende dieses Projekts" sein, erklärte der Sprecher der oberösterreichischen Plattform gegen Atomgefahr, Josef Pühringer, in einer ersten Reaktion .

Die nunmehrige Abschaltung bestätige, was sowohl die Atomgegner als auch Techniker in Temelin selbst immer sagten, dass die Probleme nämlich nicht behebbar seien, sagte Pühringer. Damit könne auch der Zeit- und Kostenrahmen des AKW Temelin nicht eingehalten werden. "Daraus ergibt sich als klare Konsequenz, dass der tschechische Industrieminister (Miroslav, Anm.) Gregr zurücktreten muss", meinte Pühringer.

Für Österreich und im Besonderen für die österreichische Bundesregierung gelte es jetzt, "die Gunst der Stunde" zu nutzen und positive Signale Richtung Prag zu senden, dass man Tschechien beim Ausstieg aus der Atomenergie unterstützen wolle. Die selben Signale seien auch von Seiten der EU erforderlich, sagte Pühringer.

Die Pannen-Serie und die nunmehrige Abschaltung für zwei Monate seien jedenfalls der endgültige Beweis dafür, dass es sich bei Temelin um kein Kraftwerk nach westlichem Standard handle. Auch Tschechien könne sich über dieses Faktum nicht mehr "drüberschwindeln", die "Zeit der Schönfärberei" sei vorbei, formulierte Pühringer. Der Sprecher der Plattform gegen Atomgefahr erneuerte außerdem die Erwartung an Deutschland, dass man auch von dieser Seite klare Worte gegen Temelin finden möge. Eine Gelegenheit dazu biete sich dem deutschen Umweltminister Jürgen Trittin bereits morgen, Freitag, Abend, bei der Podiumsdiskussion mit den Atomgegnern im Medienzentrum in Passau, sagte Pühringer. (APA)

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