Arlacchi-Bericht wird vorerst nicht veröffentlicht

4. Mai 2001, 11:16
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UNO-interne Überprüfung soll abgewartet werden

Wien - Das UNO-Büro für Drogenkontrolle und Verbrechensverhütung (ODCCP) in Wien habe den Überprüfungsbericht einer externen britischen Auditor-Gruppe zu den Vorwürfen professioneller und persönlicher Unzulänglichkeiten des Direktors der Organisation, Pino Arlacchi, auf Empfehlung der UNO in New York nicht veröffentlicht. Dies sagte der Pressesprecher der Organisation, Sandro Tucci, am Donnerstag. Er wisse nicht, was der Grund für diese Empfehlung sei.

Zum Inhalt des Berichts , nach dem Arlacchi nach Angaben der britischen Zeitung "Financial Times" zwar von persönlichen Verfehlungen freigesprochen werde, der aber auch "klare Kritik an Finanzgebaren und Ressourceneinsatz" der UNO-Behörde beinhalte, wollte Tucci nicht Stellung nehmen. In ein paar Woche werden Empfehlungen der UNO-internen Kontrollbehörde (OIOS) vorliegen, die man umsetzen werde.

Die ODCCP halte zwischen 8. und 17. Mai ihre zehnte Sitzung ab, wobei diesmal die Korruptionsbekämpfung im Mittelpunkt stehe, erklärte Dimitri Vlassis vom UNO-Zentrum für internationale Verbrechensverhütung (CICP) am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Wien. Die Kommission, die 1992 vom Wirtschafts- und Sozialrat (Ecosoc) etabliert wurde, bestimme die politische Linie der Organisation. (APA)

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