London sieht ein Ende der Maul- und Klauenseuche

3. Mai 2001, 17:57
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Letzte Massenverbrennung in Devon

London - Zehn Wochen nach dem Ausbruch der Maul- und Klauenseuche (MKS) sieht sich die britische Regierung im Kampf gegen die Seuche auf der Zielgeraden. Premierminister Tony Blair sagte am Donnerstag bei einer Pressekonferenz, die Schlacht sei zwar noch nicht vorbei, die Regierung bekäme die Epidemie nun aber in den Griff. Der letzte Scheiterhaufen zur Massenverbrennung gekeulter Tiere sollte laut Blair am Donnerstag in der südwestenglischen Grafschaft Devon entzündet werden.

1.534 betroffene Höfe

Die Gesamtzahl der betroffenen Höfe stieg am Mittwoch nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums um neun auf 1.534. Auf dem Höhepunkt der Epidemie waren täglich etwa 40 neue Fälle bekannt geworden. Die Regierung hat laut Blair mittlerweile Restriktionen für rund 16.000 Bauernhöfe aufgehoben.

2,4 Millionen geschlachtete Tiere

Bisher wurden nach Angaben des Ministeriums 2,4 Millionen Tiere notgeschlachtet, dies entspricht laut Landwirtschaftsminister Nick Brown etwa 2,5 Prozent des Viehbestands. 59.000 Kadaver müssen noch entsorgt werden, weitere, 100.000 Tiere sind den Angaben zufolge noch zur Schlachtung vorgesehen. Brown kündigte an, die Regierung werde 600 Millionen Pfund (969 Mill. Euro/13,33 Mrd. S) zur Entschädigung der betroffenen Bauern bereitstellen.

Mit der optimistischen Einschätzung Blairs steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Parlaments- und Kommunalwahlen Anfang Juni abgehalten werden. Meinungsumfragen zufolge hat das Ansehen der Regierung unter der MKS-Krise nicht gelitten. (APA/AP)

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