Verzetnitsch gegen Rütteln am Pensionsalter

3. Mai 2001, 14:35
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ÖGB-Präsident befürchtet Benachteiligungen

Wien - ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch ist "nicht bereit, am gesetzlichen Pensionsantrittsalter zu rütteln". Mit "Schlagworten, Menschen sollen bis 65 arbeiten, löst man überhaupt nichts". In der Mittags-ZIB des ORF sagte Verzetnitsch, man dürfe "nicht überfallsartig das Pensionsalter hinaufsetzen, ohne ausreichend Beschäftigungsmöglichkeiten anzubieten".

"Gemeinsam bemühen"

Wenn es aber die Möglichkeit der Beschäftigung gebe, "dann löst sich das Problem von selbst". Jedenfalls sei die Wirtschaft zu aktiven Maßnahmen aufgefordert. "Meine Zielrichtung ist, dass wir uns gemeinsam bemühen, Arbeitgeber und Arbeitnehmer, dass die Menschen in Beschäftigung bleiben."

Verzetnitsch: "Wenn wir für mehr Gesundheit am Arbeitsplatz sorgen, für mehr Weiterbildungsmöglichkeiten und für Beschäftigungsmöglichkeiten sorgen, haben wir automatisch ein höheres Eintrittsalter in die Pension." Was jetzt angedacht werde, sei der Bonus für längeres Arbeiten und, kritisierte Verzetnitsch, "schließt alle aus, denen man diese Möglichkeit gar nicht bietet." (APA)

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