Burgenländer Schweitzer möchte Burgenland-Plattform auf die Beine stellen

3. Mai 2001, 13:48
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FP-Abgeordneter kritisiert mangelnden Kooperationswillen seiner Kollegen

Eisenstadt - Die Österreich-Plattform zur EU-Erweiterung, die über Chancen und Risken der Aufnahme neuer Unionsmitglieder informiert, sollte auch ein burgenländischen Gegenstück haben. Bemühungen des FPÖ-Abg. Karl Schweitzer, eine Burgenland-Plattform auf die Beine zu stellen, scheiterten schon vor Monaten. Arbeiterkammer und Wirtschaftskammer hätten Interesse gezeigt, berichtete Schweitzer am Donnerstag in Eisenstadt, die politischen Mitbewerber allerdings nicht. "Das tut mir ein bisschen weh", so der FPÖ-Politiker, "das ist auch ein Zeichen politischer Unkultur, dass man nicht bereit ist, sich an einen Tisch zu setzen, um burgenländische Interessen gemeinsam zu vertreten."

Als positiv bewertet Schweitzer, dass Brüssel die besondere Lage Österreichs und vor allem des Burgenlandes im Hinblick auf die EU-Erweiterung erkannt hat und für nur zwei Prozent der EU-Bevölkerung zehn Prozent des Informationskampagne-Budgets von 120 Mill. Euro (1,65 Mrd. S) zur Verfügung stellt. Inklusive Kofinanzierung werden in Österreich in den nächsten Jahren rund 700 Mill. S bereitliegen.

Ziel sei es, so Schweitzer, so genannte Netzwerkpartner für grenzüberschreitende Initiativen im Rahmen von Informationsoffensiven zu fördern. Auch die Erstellung von Studien werde unterstützt. Schweitzer bedauerte, dass es aus dem Burgenland bisher nur wenige Rückmeldungen gegeben hat, die Einreichfrist für Projekte endet bereits am 31. Mai. "Ich bin auf der Suche nach weiteren Projekten und appelliere an alle gesellschaftlichen Gruppen, sich zu beteiligen." (APA)

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