Frühpension: Industrie für höhere Abschläge

3. Mai 2001, 19:42
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IV-General Fritz will 25 Prozent weniger bei Pensionsantritt mit 60 Jahren

Wien - Die Industriellenvereinigung (IV) will in der nächsten Legislaturperiode höhere Abschläge bei einem früheren Pensionsantritt. Statt der derzeit maximal knapp über zehn Prozent Abschläge bei einem Pensionsantritt mit 60 Jahren für Männer bzw. 55 Jahren für Frauen (ab Oktober 2000 gibt es ja bis Oktober 2002 eine Anhebung des Frühpensionsantrittsalters schrittweise auf 56,5/61,5 Jahre) soll es dann rein theoretisch um 25 Prozent weniger geben. Wie in der IV auf Anfrage am Donnerstag erklärt wurde, soll diese Maßnahme spätestens 2007 umgesetzt sein.

Die Vorbereitungsarbeiten könnten bereits 2004 erfolgen. Außerdem wurde darauf verwiesen, dass die Pensionsreformkommission mit ihren fünf Untergruppen ja schon derzeit "in Permanenz tagt". Was die 25 Prozent betrifft, handle es sich dabei um eine versicherungsmathematische Berechnung. Die Abschläge würden nicht linear pro Jahr, das man früher in Frühpension geht, steigen, sondern im ersten Jahr am wenigsten betragen, und dann von Jahr zu Jahr nach oben klettern.

Außerdem will die IV ein Maßnahmenbündel für längeres Arbeiten schnüren. Der Generalsekretär der Industriellenvereinigung, Lorenz Fritz, verwies darauf, dass die längere Beschäftigung eine Aufgabe sei, die Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichermaßen betreffe. Notwendig seien die Gesundheitsvorsorge ebenso wie spezielle flexible Arbeitszeiten. Außerdem sprach sich Fritz für Begünstigungen für betriebliche Qualifizierungsaufwendungen aus. So fördere Holland Bildungsinvestitionen für Arbeitnehmer über 40 Jahre mit einem Freibetrag von 40 Prozent. (APA)

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