EPCOS startet großen Personalabbau

3. Mai 2001, 13:36
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400 Kündigungen stehen an - Umsatz- und Ergebnisrückgang im Quartal möglich

Der Bauelemente-Spezialist EPCOS hat wegen der angespannten Situation in der Telekommunikationsbranche 450 Beschäftigte gekündigt und für weitere 400 Kurzarbeit angemeldet. Außerdem seien 600 Verträge für Leiharbeitnehmer nicht verlängert worden, sagte Vorstandschef Gerhard Pegam am Donnerstag in München. Ein Teil dieser Stellen betreffe das Werk in München. Ein weiterer Stellenabbau könne je nach Entwicklung in den kommenden Monaten nicht ausgeschlossen werden.

Insgesamt beschäftigt EPCOS weltweit mehr als 14.000 Mitarbeiter. Für das laufende Jahr korrigierte EPCOS seine Prognosen erneut nach unten.

Weitere Einsparungsmaßnahmen geplant

Darüber hinaus will Epcos durch die Senkung von Investitionen, eine "Einkaufsoffensive" sowie die Optimierung der internen Strukturen die Kosten weiter senken. Dadurch sollen insgesamt 60 Mill. Euro eingespart werden, wobei rund 15 Mill. Euro bereits auf das laufende Geschäftsjahr entfallen würden. Durch die Prozessoptimierung sollen die Kosten in den kommenden zwölf Monaten um weitere zehn bis 20 Mill. Euro gedrückt werden. Für den Personalabbau seien bereits fünf Mill. Euro angefallen. Laut Pegam müsse bis zum Ende des Jahres mit weiteren fünf Mill. EUR gerechnet werden.

Umsatz- und Ergebnisrückgang wird erwartet

Im laufenden Quartal des Geschäftsjahres 2000/2001 hält Pegam einen Umsatz- und Gewinnrückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum für möglich. "Wir erwarten einen zunehmenden Preisdruck und der Wettbewerb wird sich verschärfen", sagte Pegam am Donnerstag auf der Bilanzpressekonferenz des Konzerns in München. Es sei daher durchaus möglich, dass Umsatz und Ergebnis im dritten Quartal auf der Höhe des Vorjahres oder darunter liege. (APA/dpa)

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