Gewalt in Computerspielen

3. Mai 2001, 19:23
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Studie mit 15 Kindern sieht geringe Gefahr

Oslo - Brutale Computerspiele haben nach einer norwegischen Studie geringere Auswirkungen auf Kinder als Gewalt in anderen Medien. Der Norwegische Staatliche Filmausschuss, der die Alterbeschränkungen für Filme und Computerspiele festlegt, erklärte am Mittwoch in einer Stellungnahme, die Kinder seien offenbar mehr an einer guten Gestaltung der Spiele als an gewaltsamen Grafiken interessiert. Der Ausschuss befragte für die Studie 15 Kinder im Alter zwischen elf und 19 Jahren.

Der Wissenschaftler Faltin Karlsen vom Institut für Medien und Kommunikation an der Universität von Oslo verwendete als Basis für seine Untersuchung das Spiel "Carmageddon III", bei dem der Spieler während eines Autorennens möglichst viele Menschen und Tiere überfahren muss. Es wurde nach seiner Erstveröffentlichung 1998 in den Niederlanden und in Brasilien wegen seiner grafischen Darstellungen von sterbenden Opfern verboten.

"Sogar bei diesem Spiel sagten die Befragten, dass die Spielbarkeit wichtiger war als die Gewalt", erklärte Faltin. Die Kinder schienen sich anders als im Kino nicht mit den Charakteren im Spiel zu identifizieren. "Sie interessierte am meisten, was sie tun müssen, um das Ziel des Spiels zu erreichen", sagte er weiter. Die Gewalt sei von den Kinder als übertrieben und unrealistisch beschrieben worden. (APA/AP)

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