Washington billigt Honeywell-Kauf durch GE

3. Mai 2001, 14:41
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EU-Genehmigungen stehen noch aus

Washington - Das US-Justizministerium hat die Übernahme des Flugzeugelektronik-Herstellers Honeywell International durch den Mischkonzern General Electric (GE) für 48 Mrd. Dollar (54,1 Mrd. Euro/744 Mrd. S) mit Auflagen gebilligt. Jetzt steht nur noch die Genehmigung der Wettbewerbshüter in Brüssel aus. Sie dürfte nach Meinung von Branchenkennern erheblich schwieriger zu erhalten sein, weil die EU weiter reichende Vorbehalte gegen den Zusammenschluss hat. GE ist der weltgrößte Flugzeugtriebwerk-Hersteller und produziert ebenso wie Honeywell auch in großem Stil Hubschraubermotoren. Honeywell ist einer der globalen Flugzeugelektronik-Marktführer.

"Nachdem die Vereinigten Staaten die Überprüfung der Transaktion abgeschlossen haben, können wir uns auf weitere Diskussionen mit Vertretern der Europäischen Kommission konzentrieren", erklärte GE- Chef John F. Welch. Das US-Justizministerium hat unter anderem zur Auflage gemacht, dass Honeywell seine Hubschraubermotoren-Sparte verkauft. Washington gibt endgültig grünes Licht, sobald eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet ist.

Die EU untersucht unter anderem, ob die fusionierte Gesellschaft den Wettbewerb dadurch behindern könnte, dass sie den Verkauf von GE- Triebwerken mit der Flugzeugelektronik von Honeywell bündelt. Dies könnte den Verkauf von Triebwerken anderer Hersteller wie Rolls Royce an Flugzeughersteller wie Boeing und Airbus behindern. (APA/dpa)

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