Frankreich: Regierungsparteien-VertreterInnen unterstützen Appell der linksextremen LCR

3. Mai 2001, 11:28
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Trotzkistische Liga setzt sich für Entlassungsverbot in Betrieben mit Gewinn ein

Paris - Zahlreiche Vertreter der französischen Regierungsparteien haben einen Appell der trotzkistischen linksextremen "Ligue Communiste Revolutionnaire" (LCR) unterzeichnet, in dem ein Entlassungsverbot für Gewinn bringende Unternehmen gefordert wird. Zu den Mitunterzeichnern zählen Kommunistenchef Robert Hue (PCF), Grünen-Chef Jean-Luc Bennahmias und der sozialistische Abgeordnete Julien Dray (PS).

LCR-Sprecher Alain Krivine, mehrmaliger Präsidentschaftskandidat, hatte den Appell an zahlreiche französische Persönlichkeiten aus der Welt der Politik und Kultur gesandt, um gegen die jüngste Entlassungswelle in französischen Großunternehmen wie Danone oder Michelin zu protestieren. Die Sozialpläne der betroffenen Firmen waren von den Geschäftsführern zeitgleich mit teilweise sehr starken Gewinnen angekündigt worden.

Zu den Mitunterzeichnern des Appells zählen laut LCR auch zwei Mitglieder der sozialistischen Parteileitung, Gerard Filoche und der Europaparlamentarier Harlem Desir. Unterschrieben wurde das Dokument auch von den kommunistischen Abgeordneten Alain Bocquet und Nicole Borvo. Auf der Liste der Mitunterzeichnern befinden sich weiters der Schriftsteller Didier Daeninckx, die Menschenrechtsanwältin Gisele Halimi, der Schauspieler Pieplu und Ex-Minister Professor Leon Schwartzenberg. (APA)

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