Tiroler Lkw-Wirtschaft sieht keine Schuld für tragisches Busunglück

3. Mai 2001, 11:35
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Instandhaltung Aufgabe der Asfinag

Innsbruck - Die Tiroler Transportwirtschaft hat am Donnerstag jede Schuld am tragischen Busunglück auf der Inntalautobahn bei Vomp am Dienstagabend zurückgewiesen, bei dem sechs Menschen starben und 53 zum Teil lebensgefährlich verletzt wurden. Für die Instandhaltung der Autobahnen sei eindeutig die Asfinag zuständig, erklärte der Geschäftsführer der Sektion Verkehr in der Wirtschaftskammer, Helmut Lamprecht.

"Es gibt in Tirol einen unglaublichen Reflex, für alles immer gleich den Lkw-Verkehr verantwortlich zu machen. Es ist zwar unbestritten, dass der Lastwagen-Verkehr Spurrillen mit verursacht. Es ist aber eindeutig Aufgabe der Asfinag, für die Instandhaltung der Autobahnen zu sorgen. Entgegen der üblichen Meinung wird der Lkw-Verkehr ja auch kräftig zur Kasse gebeten", sagte Lamprecht.

Auf der Brennerautobahn würden jährlich rund 1,7 Milliarden Schilling allein durch den Transit-Lkw-Verkehr lukriert. Schon ein Prozent dieser Summe hätte für die Sanierung der beschädigten Streckenabschnitte auf der Inntalautobahn genügt. Jedes Jahr sei es eine Bettelei, Geld für die Sanierung zu bekommen," kritisierte Lamprecht. Die Wirtschaftskammer forderte, dass jährlich zehn Prozent der Mauteinnahmen auch in Tirol, am Ort der Verkehrserzeugung und des Zahlers, bleiben und für dringende Straßenbaumaßnahmen eingesetzt werden sollten. (APA)

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