Deutsche Bank-Gewinn schießt nach oben

3. Mai 2001, 10:50
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Erwartungen von Analysten deutlich übertroffen

Frankfurt - Die Deutsche Bank hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2001 vor allem auf Grund eines starken Handelsergebnisses und sinkender Verwaltungskosten deutlich mehr verdient als in den letzten drei Monaten 2000 und damit die Analystenerwartungen übertroffen. Der Gewinn nach Steuern sei um 77 Prozent auf 1,026 Mrd. Euro gestiegen (14,1 Mrd. S) teilte die Bank am Donnerstag mit. Getrieben wurde dieser Anstieg durch eine Verbesserung des Handelsergebnisses um 86 Prozent auf 2,719 Mrd. Euro zum Vorquartal. Veränderte Rechnungslegungsvorschriften nach IAS hätten ebenfalls zu dem höheren Ergebnis beigetragen, hieß es weiter. Die Aktien der Bank reagierten auf die Zahlen mit Kursgewinnen.

Der Vorsteuergewinn belief sich auf 1,446 Mrd. Euro, was ebenfalls einem Plus von 77 Prozent zum Vorquartal entspricht. Beim Provisionsüberschuss legte die Deutsche Bank im Vergleich zum Vorquartal moderat um zwei Prozent auf 2,744 Mrd. Euro zu. Der Verwaltungsaufwand ging im gleichen Zeitraum auf 5,527 Mrd. Euro zurück, die Risikovorsorge sank um acht Prozent auf 184 Mill. Euro.

führende Stellung beim Investmentbanking

Das Handelsergebnis unterstreiche die führende Stellung der Deutschen Bank im Bereich Investmentbanking, teilte das Kreditinstitut weiter mit. Die Erträge dieses sehr marktabhängigen Bereichs schlagen sich vor allem im Handelsergebnis nieder. Im vergangenen Jahr hatte das Investmentbanking mehr als 60 Prozent zum Gesamtergebnis der Bank beigetragen. Trotz des schwachen Marktumfeldes hatte der Vorstandssprecher der Deutschen Bank, Rolf Breuer zuletzt davon gesprochen, dass sich der Bereich Investmentbanking weiter gut entwickelt. "In einem schwierigen Umfeld haben wir erneut unsere stabile und hohe Ertragskraft bewiesen", schrieb Breuer am Donnerstag zur Vorlage des Quartalsberichtes.

Daneben trugen auch veränderte Rechnungslegungsvorschriften zum guten Ergebnis bei. Der Gewinn sei durch neue IAS-Regelungen um 234 Mill. Euro verbessert worden. Das gute Handelsergebnis sei vor allem durch den Handel mit festverzinslichen Wertpapieren und Devisen sowie auf die Erstanwendung der neuen IAS-Rechnungslegungsvorschrift für Absicherungsgeschäfte mit Nicht-Handelsaktiva erzielt worden, teilte die Bank mit.

Mit den Quartalszahlen übertraf die Deutsche Bank deutlich die Erwartungen von Analysten, die beim Gewinn nach Steuern im Durchschnitt mit einem Wert von 628 Mill. Euro und beim Vorsteuerergebnis mit 983 Mill. Euro gerechnet hatten. (APA/Reuters)

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