AMS Wien forciert Qualifizierung von Frauen und Älteren

3. Mai 2001, 11:21
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Competence-Programm für 15.000 Beschäftigte mit 80 Millionen Schilling

Wien - Unternehmen, die Frauen oder über 45-jährige Mitarbeiter schulen lassen, erhalten im Rahmen des Competence-Programm des Arbeitsmarktservice (AMS) Wien zwei Drittel der Weiterbildungskosten ersetzt. Voraussetzung ist ein vollversichertes Dienstverhältnis der Beschäftigten. Um speziell auch Klein- und Mittelbetriebe mit bis zu 50 Beschäftigten anzusprechen, werden hier zudem die Personalkosten der Teilnehmer während der Regelarbeitszeit gefördert.

Weiterbildung sichert das Fortkommen

"Investitionen in die Weiterbildung stärken die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen", betonte Ingeborg Friehs, stellvertretende Landesgeschäftsführerin des AMS Wien. Nur durch ständige Weiterbildung auf fachlicher und menschlicher Ebene können sich Betriebe laut Motivforscherin Sophie Karmasin zeitgerecht und proaktiv auf Marktveränderungen einstellen. Das Competence-Programm setze einerseits bei einer vernachlässigten Zielgruppe an, in der für den Arbeitsmarkt ein enormes Potenzial steckt, andererseits soll damit die Weiterbildungskultur in Österreich nachhaltig beeinflusst werden, erklärte Wolfgang Schuckert, Country Manager von SAP Österreich.

Competence-Programm

Ingesamt stehen 80 Mio. Schilling für das Competence-Programm bereit. Es läuft bis zum Jahr 2006 und wird je zur Hälfte aus Mitteln des AMS und des Europäischen Sozialfonds finanziert. Rund 15.000 Personen sollen von den Förderungen profitieren. In einer Pilotphase seit Juli 2000 wurden bereits über 1.500 Personen in 600 Kursen geschult. Die Schwerpunkte lagen dabei auf EDV-Anwendungen, Rechnungswesen und Sprachen. (pte)

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