Griechischer Volksheld Chatsiapostolou gestorben

3. Mai 2001, 12:43
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Stellte rechtextreme Mörder des linken Parlamentarier Grigoris Lambrakis

Athen - Manolis Chatsiapostolou, der Mann, der 1963 für wenige Wochen Volksheld der demokratischen Kräfte Griechenlands wurde, ist tot. Wie erst am Mittwoch in Athen bekannt wurde, starb der 72-Jährige am Sonntag in einer Athener Klinik an einem Krebsleiden. Chatsiapostolou stellte vor 38 Jahren durch sein Eingreifen die Mörder des linken Parlamentsabgeordneten Grigoris Lambrakis.

Wendepunkt in der modernen griechischen Geschichte

Der Mord an dem von Rechtsextremisten erschlagenen Lambrakis wühlte die griechische Öffentlichkeit auf und galt als Wendepunkt in der modernen griechischen Geschichte. Untersuchungsrichter war der spätere Staatspräsident Christos Sartzetakis. Die beiden Mörder wurden zu lebenslanger Haft verurteilt, aber später von der rechten Militärjunta, die das Land von 1967 bis 1974 diktatorisch beherrschte, begnadigt. Der Lambrakis-Mord veranlasste den Regisseur Costa Gavras 1969 zu seinem Film "Z" mit Yves Montand, Jean-Louis Trintignant und Irene Pappas, zu dem Mikis Theodorakis die Musik schrieb. (APA/AP)

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