Erdrutsch in China: Mindestens 65 Tote

3. Mai 2001, 18:33
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Unglück nach tagelangen heftigen Regenfällen

Peking - Bei einem Erdrutsch im Südwesten Chinas sind mindestens 65 Menschen ums Leben gekommen. Rettungskräfte hätten die Leichen aus den Trümmern eines Wohnhauses geborgen, das durch den Erdrutsch zerstört worden sei, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Donnerstag. Hunderte Polizisten und Soldaten seien im Kreis Wulong rund 200 Kilometer von der Stadt Chongqing entfernt im Einsatz, um die Trümmer beiseite zu räumen.

Bisher hätten die Rettungskräfte den Berg aus Felsbrocken, Schutt und verbogenen Stahlträgern zu zwei Dritteln abgetragen. Das Unglück ereignete sich am Dienstagabend nach tagelangen heftigen Regenfällen. In dem neunstöckigen Haus lebten Xinhua zufolge 95 Menschen. 76 von ihnen hätten sich zum Zeitpunkt des Unglücks in ihren Wohnungen aufgehalten. Lediglich sieben Hausbewohner hätten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen können.

Bisher seien 44 Opfer identifiziert worden. Ein Überlebender berichtete Xinhua: "Als ich sah, wie sich das Gebäude zur Seite lehnte, begann ich, um mein Leben zu rennen. Aber nach einigen Schritten fühlte ich einen Schlag im Rücken. Als ich wieder zu mir kam, war ich im Krankenhaus". (APA/Reuters)

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    Die Aufräumungsarbeiten halten an

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