Streit um Elektrosmog bei Radio Vatikan

3. Mai 2001, 05:54
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Betrieb von Kurzwellen-Antenne wird eingeschränkt

Rom - Der katholische Kirchensender Radio Vatikan hat im Streit mit der italienischen Regierung über die Verursachung von Elektrosmog durch seine Sendemasten am Mittwoch eingelenkt. Direktor Federico Lombardi erklärte, der Sender werde eine umstrittene Kurzwellen-Antenne entweder verlegen oder außer Betrieb stellen. Die Verhandlungen über Mittelwellen-Übertragungen dauern noch an.

Italiens Umweltminister Willer Bordon hatte dem Papst-Sender vor Ostern gedroht, den Strom abzuschalten, falls er die vor zwei Jahren verschärften staatlichen Vorschriften für elektromagnetische Emissionen nicht erfülle. Bordon bezeichnete die Ankündigung von Radio Vatikan am Abend als "völlig unzureichend" und forderte Ministerpräsident Giuliano Amato in einem Schreiben auf, die notwendige Schritte einzuleiten, um eine Beachtung der italienischen Gesetze durchzusetzen.

Der Vatikan vertritt die Auffassung, die Übertragungen entsprechen den weniger strengen internationalen Technikstandards. Zudem seien seine Amtsträger durch den Staatsvertrag von 1929 zur Gründung des Vatikanstaats geschützt. (APA/AP)

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