Die Reparaturmechanismen des Körpers können optimiert werden

5. Mai 2001, 19:44
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Dabei hilft das Protein PARP-1

Newcastle - Wissenschaftler der University of Newcastle upon Tyne haben einen Weg gefunden, die natürlichen Reparaturmechanismen des menschlichen Körpers zu verbessern. Sie haben entdeckt, dass höhere Werte des Proteins PARP-1 den Zellen dabei helfen, Reparaturen effektiver durchzuführen. PARP-1 bessert dabei beschädigte DNA-Stränge aus. Schäden an der DNA sollen die treibende Kraft beim Alterungsprozess und der Entstehung von Krebs sein. Basierend auf diesen Erkenntnissen sollen neue Medikamente gegen altersbedingte Erkrankungen und Krebs entstehen.

Der leitende Wissenschaftler Alexander Burkle erklärte, dass das Team Zellen hergestellt habe, die auch unter stressigen Bedingungen ihre genetische Substanz in besserer Form hielten als von der Natur vorgesehen war. Er halte es für denkbar, dass Menschen, die schnell altern in bestimmten Gewebearten unter einem Mangel an PARP-1 leiden. Zusätzlich arbeitet Burkle an der Erforschung des Vitamins Niacin, das bei der Reparatur der DNA ebenfalls eine Rolle spielt. Der Alterungsprozess könne durch den Mangel an Niacin in der westlichen Ernährung ebenfalls beschleunigt werden.

Das Team hatte zuvor nachgewiesen, dass Tiere mit verschiedener Lebenserwartung über unterschiedliche Arten von PARP-1 verfügen. Mäuse verfügen beispielsweise über einer weniger effektive Form des Proteins, da auch ihre Lebenserwartung geringer ist. Ihre zahlreichen Feinde machten ein langes Leben unwahrscheinlich, daher konzentrierten sie sich im Laufe ihrer Entwicklung auf die Optimierung der Fortpflanzung. Arten mit wenigen Feinden, wie der Mensch, haben effektivere Formen des Proteins entwickelt, da eine Maximierung der Lebenserwartung im Sinne der Evolution erfolgversprechender war.(pte)

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