Neue Medien für die Universitäten

2. Mai 2001, 18:52
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Bessere Chancen für Studierende durch IT-Systeme und Kurse für das entsprechende "know how"

Wien - "Handgeschriebene Zeugnisse" sind noch an zahlreichen namhaften Universitäten in Österreich der Nachweis für die erfolgreiche Absolvierung einer Veranstaltung. Die meist schwer leserlichen Erfolgsnachweise sorgen spätestens bei einer Jobbewerbung in der Privatwirtschaft für Verwirrung. Die unproffessionellen Dokumente sorgen nicht nur für ein schlechtes Image der Universitäten, sondern werden von Personalchefs oft für unecht gehalten.

"Es gibt immer wieder Vorstöße von einzelnen Universitäten, Studienrichtungen oder Universitätslehrenden, viele Studierende können aber nach wie vor von Online-Angeboten bei ihren Studien nur träumen", kritisiert Uli Höller von der Aktionsgemeinschaft die schlechten Zustände der EDV-Infrastruktur an vielen österrechischen Universitäten. "Zudem scheint ein gemeinsames Vorgehen aller Universitäten viel kostengünsitger und sinnvoller als die Eigeninitiativen einzelner Unis", appelliert die Pressesprecherin der Österreichischen Hochschülerschaft Cornelia Blum zu mehr Zusammenarbeit der einzelnen Institute.

Der Einsatz Neuer Medien soll in der Administration den Studierenden einige Wege ersparen und der Universität einen besseren Überblick über große Datenmenge verschaffen. "Wenn man ein Zeugnis verliert ist es nicht einfach, ein Duplikat zu bekommen", klagen viele Studenten über die teilweise mangelhafte Archivierung von universitärem Datenmaterial. "Nach sieben Jahren Arbeit ist es der Wirtschaftsuniversität Wien gelungen, als erste Uni ein funktionierendes Administrationsystem einzurichten", weist Uli Höller auf erste Erfolge in der Umsetzung solcher Projekte hin.

Kursangebote für Studierende
"PC-Kenntnisse und Neue Medien sind in fast jedem Beruf Grundvoraussetzung", ist sich Conny Blum sicher, deshalb möchte die Hochschülerschaft in den kommenden Semestern Kurse zur Erlernung von IT-Kenntnissen anbieten. Derzeit gibt es an den österreichischen Universitäten kaum Möglichkeiten für Studierende, Kurse für Neue Medien zu belegen. Die Hochschülerschaft möchte den Studenten kostengünstige PC-Veranstaltungen anbieten. So manchem Professor könnte der Besuch eines solchen Kurses sicherlich auch nicht schaden! (am)

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