Türkisches Militär mischt sich in Privatisierungsdebatte ein

2. Mai 2001, 18:04
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Für Mehrheit des Staates an Telekom-Gesellschaft

Istanbul/Ankara - Das türkische Militär hat sich Medienberichten zufolge in die Privatisierungsdebatte eingemischt und will, dass der Staat die Mehrheit der Telekommunikationsgesellschaft Türk Telekom behält. Wie der private Fernsehsender NTV am Mittwoch unter Berufung auf informierte Kreise berichtete, soll nach dem Willen des Militärs der zu verkaufende Anteil an ausländische Investoren und Telekom-Arbeiter unter 50 Prozent betragen.

Die Generäle sollen dies dem stellvertretenden Ministerpräsidenten Hüsamettin Özkan am Mittwoch in einem dreistündigen Treffen mitgeteilt haben. Eine offizielle Erklärung gab es nicht.

Die Privatisierung von Staatsbetrieben ist einer der Hauptpunkte des Stabilisierungsprogramms, das Wirtschaftsminister Kemal Dervis zur Überwindung der schweren Wirtschafts- und Finanzkrise vorgestellt hat. In der Vergangenheit waren Privatisierungs-Versuche der Türk Telekom bereits mehrfach gescheitert. (APA/dpa)

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