Sharon schließt Siedlungsstopp aus

2. Mai 2001, 16:43
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Arafat soll gegen Terror vorgehen - Keine Einigung über Waffenruhe

Jerusalem - Der israelische Ministerpräsident Ariel Sharon hat am Mittwoch einen Stopp des Siedlungsbaus in den besetzten Palästinensergebieten kategorisch ausgeschlossen. Nach einem Beileidsbesuch bei der Familie eines jüdischen Siedlers, der am Dienstag im Westjordanland von Palästinensern erschossen worden war, betonte Sharon außerdem, es gebe keine Einigung mit den Palästinensern über eine Waffenruhe.

Auf die Frage, ob Israel dem in dem jordanisch-ägyptischen Vermittlungsplan vorgesehenen Siedlungsstopp zustimmen würde, sagte Sharon im israelischen Rundfunk: "Dies steht nicht zur Diskussion. Wir werden kein Schutzgeld für eine Beendigung des Terror zahlen." Die Palästinenser hätten "die Terroraktivitäten nicht einen Moment lang gestoppt", meinte Sharon. Palästinenserpräsident Yassir Arafat habe "seine Strategie seit dem Ende des Gipfels von Camp David (im vergangenen Juli) nicht geändert, als er entschied, durch Terror und Gewalt sei mehr zu erreichen".

Sharon drohte: "Wenn Arafat nicht gegen den Terror vorgeht, werden wir das tun, und wir werden es tun, indem wir eine Eskalation verhindern." Israel habe im Kampf gegen den Terror "noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft", sagte der Ministerpräsident. (APA/dpa)

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