Schweiz: Besorgnis um Aushöhlung der Pressefreiheit

4. Mai 2001, 13:44
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Unabhängigkeit durch wirtschaftliche Machtstrukturen gefährdet

In der Schweiz laufe die Pressefreiheit Gefahr, ausgehöhlt zu werden. Dies betonte der Schweizer Verband der Journalistinnen und Journalisten (SVJ) anlässlich des 11. Internationalen Tages der Pressefreiheit am 3. Mai. Die Pressefreiheit sei Garantin und Eckpfeiler jeder wahren Demokratie und dürfe keinesfalls eingeschränkt werden.

Verlust an Vielfalt

Die redaktionelle Unabhängigkeit werde in der Schweiz durch wirtschaftliche Machtstrukturen eingeschränkt. So seien dieses Jahr am Davoser Weltwirtschaftsforum Presseleute durch Ordnungskräfte bewusst bei der Ausübung ihrer Arbeit behindert worden. Zudem verliere die schweizerische Presselandschaft durch Fusionen und Kooperationen in großem Ausmaß an Vielfalt, hielt der SVJ fest.

Nach Angaben der internationalen Organisation "Reporter ohne Grenzen" (Reporters sans Frontieres) sind im Jahr 2000 weltweit 32 Journalistinnen und Journalisten auf Grund ihres Berufs getötet und weitere 329 verhaftet worden. In diesem Jahr gab es in dieser Berufssparte bereits vier Todesopfer, während sich 84 in Haft befinden. Insbesondere in Burma, China, Iran, Äthiopien, Russland und der Ukraine werde die Pressefreiheit mit Händen und Füßen getreten, betonte der SVJ. (APA)

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