baumax baut Filialnetz aus

2. Mai 2001, 13:54
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Vorstandschef Essl investiert eine Milliarde Schilling in neue Standorte

Wien - Die börsenotierte Klosterneuburger Baumarktkette bauMax will in den nächsten drei Jahren etwa eine Milliarde Schilling (72,7 Mill. Euro) in die Verdichtung ihres Filialnetzes (derzeit 115 Standorte) investieren - und zwar hauptsächlich in den fünf östlichen und südöstlichen Nachbarländern, in denen die Unternehmensgruppe bereits präsent ist. Lediglich zwei der 29 neuen Standorte werden in Österreich liegen, sagte bauMax-Vorstandschef Martin Essl am Mittwoch im Club der Wirtschaftspublizisten. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2000 konnte bauMax laut Essl seinen Gewinn steigern - wenngleich in geringerem Ausmaß als den Umsatz.

Zum ersten Mal übersprang bauMax im vergangenen Jahr mit etwa 10,4 Mrd. S die 10-Milliarden-Umsatz-Grenze, sagte Essl, der detaillierte Zahlen erst bei der Bilanz im Laufe dieses Monats bekannt geben wird. Während 2000 die Ergebnisentwicklung hinter dem Umsatzwachstum von etwa 10,6 Prozent zurück blieb, wird es "ab nächstem Jahr eine überproportionale Ergebnissteigerung über die Umsatzsteigerung hinaus geben", sagte Essl. 2005/2006 will bauMax - wie bereits seit einiger Zeit angekündigt - sein Umsatzvolumen verdoppelt haben.

"Verdichtung"

Die 800 Millionen bis eine Milliarde S, die bis 2003 investiert werden sollen, verstehen sich exklusive der Errichtungskosten für die neuen Märkte, die von der Essl-Firma Schömer bzw. anderen Immobilienentwicklern gebaut und an bauMax vermietet werden. Die Losung sei "Verdichtung" des Filialnetzes in Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Slowenien und Kroatien, "wir müssen relativ rasch vorgehen, weil der Markt jetzt verteilt wird und in fünf Jahren die guten Standplätze alle vergeben sein werden". Um zu solchen zu kommen bzw. diese zu entwickeln, tut sich bauMax, bereits Do-it-yourself-Marktführer in den fünf Märkten, bei der Standortsuche mit anderen Fachmärkten zusammen. Die stärkste Ausweitung wird es in Tschechien (von derzeit 21 auf 30 Filialen) geben. In der Slowakei soll es Ende 2003 sechs Filialen mehr geben als heute, in Ungarn drei, in Slowenien zwei und in Kroatien fünf.

Mega-Märkte

Im gleichen Zeitraum will bauMax die Zahl seiner österreichischen Standorte von derzeit 74 auf 76 leicht erhöhen, wobei allerdings sechs Standorte verlegt und zwölf weitere vergrößert werden sollen - was die Verkaufsfläche bis 2003 um etwa 30.000 Quadratmeter vergrößeren soll. Forciert soll der Ausbau der MegabauMax-Märkte bis zu einem Drittel der einheimischen Standorte werden. Statt des ursprünglichen "Plansolls" von 12 sollen es bis 2003 20 bis 24 werden, sagte Essl. (APA)

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