US-Autobauer mit schwachem Absatz

2. Mai 2001, 13:46
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GM, Ford und Chrysler mit Abschlägen - Porsche und BMW legen zu

Detroit - General Motors, Ford und Chrysler haben im April wegen der schwachen amerikanischen Konjunktur und der damit verbundenen Zurückhaltung der Autokäufer schwere US-Absatzrückschläge hinnehmen müssen. Sie lieferten insgesamt 16 Prozent weniger Fahrzeuge aus als im entsprechenden Vorjahresmonat.

Dagegen konnten mehrere Anbieter aus Europa und Fernost weiter zulegen. BMW und Porsche glänzten unter den deutschen Anbietern, während es bei Mercedes-Benz einen Rückschlag gab. Dies geht aus den am Dienstag vorgelegten US-Verkaufszahlen der Automobilunternehmen hervor.

Rückschlag bei Chrysler

Die Chrysler Group, die US-Tochter von DaimlerChrysler, verbuchte im April gegenüber der Vorjahresvergleichszeit einen Verkaufsrückgang um 18 Prozent auf 228.992 Autos. Bei Pkw gab es sogar einen Rückschlag um 33 Prozent. Der PT Cruiser war der Lichtblick mit einer Zuwachsrate von 40 Prozent. In den ersten vier Monaten dieses Jahres fiel der Absatz insgesamt um 14 Prozent auf 783.930 Einheiten.

Die Mercedes-Benz USA hat im April einen US-Absatzrückgang von acht Prozent auf 16.546 Autos verbucht. Der Verkauf gab seit Jahresbeginn um drei Prozent auf 63.619 Fahrzeuge nach. Dies war allerdings noch das zweitbeste Absatzergebnis, das die US- Vertriebstochter für Mercedes-Fahrzeuge je nennen konnte.

BMW mit fettem Plus

Die BMW of North America steigerte ihren US-Absatz gegen den Trend um 30 Prozent auf 20.012 Autos. In den ersten vier Monaten stieg der BMW-Absatz um 15 Prozent auf 66.776 Fahrzeuge. Beides waren Rekordresultate. Der Geländewagen X5 war ein heißer Renner.

Die Porsche Cars North America legte um 15 Prozent auf 2.388 Sportwagen zu. Seit Jahresanfang hat die amerikanische Porsche-Tochter ihre US-Auslieferungen um acht Prozent auf 8.736 Autos erhöht und hat damit ebenfalls ein Rekordergebnis erzielt.

General Motors verbuchte im April einen Absatzrückgang von 16 Prozent auf 359.499 Fahrzeuge. Seit Jahresbeginn hat der weltgrößte Autokonzern im heimischen Markt 1,54 Millionen Autos ausgeliefert, minus neun Prozent. GM-Verkaufschef Bill Lovejoy gab sich jedoch im Hinblick auf den US-Autoabsatz im weiteren Jahresverlauf "vorsichtig optimistisch".

Der Ford-Verkauf schrumpfte im vergangenen Monat um 14,5 Prozent auf 318.812 Autos. In den ersten vier Monaten 2001 verkaufte Ford in den USA nur noch 1,27 Millionen Autos oder 12,5 Prozent weniger als in der entsprechenden Vorjahreszeit. Darin waren die Ergebnisse der amerikanischen Ford-Automarken sowie von Jaguar, Volvo und Land Rover enthalten. (APA/dpa)

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    foto: epa/ho
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