Tel.Me. plant weltweite Expansion

2. Mai 2001, 14:27
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Österreichischer Handybauer plant Break-Even für 2003

Eine weltweite Expansion plant der österreichische Handyhersteller Tel.Me Telecom & Media Products GmbH (Wien), der seit Mitte vergangenen Jahres aktiv ist. Neben den schon erschlossenen Märkten Österreich, Deutschland, Schweiz, Slowenien, Kroatien und Tschechien soll zunächst auch Italien und bis 2003 auch in Asien, Afrika und weiteren Teilen Osteuropas mitgemischt werden.

Entertainment und Internetgeräte als Zukunftspläne

Bis 2005 will das Unternehmen einen weltweiten Anteil am Handymarkt von 0,4 Prozent erzielen. Bis dahin plane Tel.Me. zusammen mit den beiden weiteren Geschäftssparten Entertainment und Internetgeräte einen Umsatz von 2 bis 3 Mrd. S (bis 218 Mill. Euro), erklärte Unternehmensgründer und -geschäftsführer Manfred Jahn am Mittwoch vor Journalisten.

Neben Handys auch MP3-Player

Im laufenden Geschäftsjahr (Ende Juni) will Tel.Me. mit derzeit 12 fixen Mitarbeitern und einer zusätzlichen je nach Projekt variierenden Design- und Entwicklermannschaft 30 Mill. S umsetzen. Obwohl das Unternehmen erst seit April dieses Jahres mit einem GSM-Handy am Markt ist, stammt bereits die Hälfte aus dem Geschäft des Umsatzes aus dem Mobilfunkgeschäft. Der Rest wurde mit MP3-Playern erzielt.

Noch liegt das Unternehmen mit 8 bis 10 Mill. S in der Verlustzone. Den Break-Even wolle man aber bereits im Jahr 2003 erreichen, so Jahn.

Bekanntheit steigt

Laut einer Studie des Marktforschungsinstituts AC Nielsen liegt der Bekanntheitsgrad von Tel.Me. in Österreich bereits bei 10 Prozent. Der Marktanteil von Tel.Me. bei Handys soll sich in Österreich in den nächsten Jahren bei 3 bis 5 Prozent bewegen.

Zielgruppe zunächst Prepaid-Handy-Kunden

Zielgruppe von Tel.Me. sind derzeit vor allem Prepaid-Handy-Kunden. Nach eigenen Angaben bietet das Unternehmen derzeit das mit 1.990 S billigste, unternehmensunabhängige Handy am Markt an. Einen Subventionsvertrag, bei dem das Mobilfunkunternehmen einen Teil der Handykosten übernimmt, hat Tel.Me. derzeit nur mit tele.ring. Richtig durchstarten will man dann mit GPRS. Hier gebe es sogar bereits Gespräch mit internationalen Betreibern, wie der italienischen Wind und der belgischen Proximus. Tel.Me. vertreibt seine Produkte derzeit in allen bekannten Handelsketten sowie über tele.ring.

Im Herbst kommt GPRS-Handy

Das erste GPRS-Handy aus Österreich will Tel.Me. im Herbst dieses Jahres auf den Markt bringen, zum Preis von 4.990 S. Ein UMTS-Telefon soll im 2. Quartal 2003 kommen. Und im Jahr 2004 soll es dann auch einen Minicomputer (PDA) aus dem Hause Tel.Me. geben.

Von einer Flaute am Handy-Markt will man bei Tel.Me. nichts wissen. Die derzeitige Entwicklung sei ein "normaler Prozess". Lediglich der westeuropäische Markt erlebe derzeit eine "Verschnaufpause". Mit der ordentlichen Einführung von GPRS sei ein neuerlicher Boom wieder garantiert, meinte Jahn.

ADSL- und LAN-Router noch in diesem Jahr

Um das Geschäft aber auf eine sichere Basis zu stellen, baut das Unternehmen daneben auch auf den Bereich MP3-Player. Laut Jahn planen heuer allein 200.000 Österreicher die Anschaffung eines solchen Gerätes. Ab Oktober kommen außerdem auch noch drahtlose ADSL- und LAN-Router von Tel.Me. auf den Markt, über die an einen dieser Internetanschlüsse ohne Kabelverbindung via Funk mehrere Computer angeschlossen werden können - Kostenpunkt 5.000 bis 6.000 S. (APA)

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