"Wasser ist Gemeingut"

2. Mai 2001, 12:55
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Arbeiterkammer warnt vor Privatisierung der Wasserversorger

Wien - Gegen "Privatisierungs-Experimente" bei der Wasserversorgung in Österreich hat sich am Montag der Präsident der Arbeiterkammer (AK), Herbert Tumpel" ausgesprochen. "Wasser ist ein Gemeingut, das für alle in gleicher Weise vorhanden sein muss", sagte Tumpel, "es darf nicht zu einer reinen Handelsware werden."

Erfahrungen aus Frankreich und Großbritannien hätten gezeigt, dass die Privatisierung der dortigen Siedlungswasserwirtschaft für Konsumenten und Arbeitnehmer zu einem "Schlag ins Wasser" geworden sei. "Die Konsumenten zahlen den privaten Wasser-Multis etwa in Großbritannien um nichts weniger, aber sie zahlen für eine deutlich schlechtere Qualität als in Österreich", gibt der AK-Präsident zu bedenken.

Spitzenqualität

Die Qualität der österreichischen Wasserver- und -entsorgung liege im europäischen Spitzenfeld. "Dieser hohe Standard darf nicht gefährdet werden", fordert Tumpel einen Stopp für die Privatisierung beim Trinkwasser und Abwasser.

Eine Privatisierung im Wasserversorgungsbereich und beim Abwasser führe nicht zumehr Wettbewerb und damit tendenziell auch zu niedrigeren Preisen, weist Tumpel auf internationale Erfahrungen hin. Vielmehr müssten die Konsumenten einen höheren Preis für weniger Dienstleistung und weniger Qualität bezahlen. (APA)

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