Austieg bei der "Neuen Zürcher Zeitung"

2. Mai 2001, 12:07
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Eric Honegger verzichtet auch auf Verwaltungsratsmandat

Der frühere SAir-Verwaltungsratspräsident Eric Honegger tritt auch als Verwaltungsratspräsident der "Neuen Zürcher Zeitung" ab. Er verzichtet an der Generalversammlung der NZZ vom kommenden Samstag auf eine Wiederwahl.

Der Entscheid von Honegger stehe in Zusammenhang mit der öffentlichen Auseinandersetzung um die Swissair-Group, teilte die NZZ in der Ausgabe vom Mittwoch mit. Honegger selber verweist in einem Brief an die Aktionärinnen und Aktionäre auf die besondere Situation der "Neuen Zürcher Zeitung" als Medienunternehmen.

Negative Folgen vermeiden

Es bestehe die Gefahr, dass die öffentliche Debatte um seine Person negative Folgen für die publizistische Glaubwürdigkeit und das Ansehen der NZZ haben könnte. Unter all diesen Umständen sei ihm auch die Wahrnehmung seiner Aufgabe als VR-Präsident erschwert, heißt es in dem Schreiben von Honegger.

Der frühere Zürcher Regierungsrat hatte im Frühling 1999 das Verwaltungsratspräsidium der NZZ von Ulrich Bremi übernommen. Über seine Neukonstituierung werde der Verwaltungsrat noch vor der Generalversammlung beraten, teilte die NZZ mit.

Honegger hatte sich letzte Woche aus dem Verwaltungsrat der Swissair-Group zurückgezogen, dem er während Jahren angehörte und seit rund einem Jahr auch präsidierte. Für seinen Abgang erhielt er eine Jahresentschädigung in der Höhe seiner bisherigen Bezüge.

Als gewichtigstes VR-Mandat ist Honegger der Verwaltungsratssitz bei der UBS geblieben. An der Generalversammlung der Großbank in der letzten Woche wurde ein Abwahlantrag eines Aktionärs nicht zugelassen. Der UBS-Verwaltungsrat stellte sich hinter Honegger. (APA)

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