Philippinen: Senatswahlen sollen wie geplant am 14. Mai stattfinden

3. Mai 2001, 14:34
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Arroyo will Ausnahmezustand am 7. Mai aufheben

Manila - Die philippinische Präsidentin Gloria Arroyo will den in der Hauptstadt Manila geltenden Ausnahmezustand am 7. Mai wieder aufheben. Die Unruhen der letzten Tage seien am Abflauen, sagte ein Präsidentensprecher am Donnerstag. Arroyo hatte den Ausnahmezustand am Dienstag nach gewalttätigen Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Anhängern des gestürzten Präsidenten Joseph Estrada verhängt. In der Nähe von Estradas Gefängnis südlich von Manila wurden am Donnerstag nach Polizeiangaben drei mutmaßliche kommunistische Untergrundkämpfer bei Auseinandersetzungen mit der Polizei getötet. Die Polizei hatte zuvor von Plänen der philippinischen Kommunisten berichtet, Estrada zu entführen und vor einem so genannten "Volksgericht" abzuurteilen.

Manilas Ex-Verteidigungsminister zur Verhaftung ausgeschrieben

Trotz der gegenwärtigen innenpolitischen Krise sollen auf den Philippinen am 14. Mai wie geplant Senatswahlen stattfinden. Sie gelten als wichtigster Test für die philippinische Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo seit ihrer Regierungsübernahme im Jänner. Wegen der Unruhen wurden führende Oppositionspolitiker zur Festnahme ausgeschrieben: der ehemalige Verteidigungsminister Juan Ponce Enrile, eine Schlüsselfigur beim Sturz des ehemaligen Diktators Ferdinand Marcos und Estradas Polizeichef Panfilo Lacson sowie drei Senatoren, die sich um eine Wiederwahl beworben haben. (APA/Reuters)

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