Neue Enthüllungen über US-Geheimbehörde

2. Mai 2001, 11:42
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Ehemaliger Geheimdienstexperte enthüllt Komplott

Washington - Hohe US-Generäle hatten 1962 offenbar Anschläge in den USA geplant, um sie Kuba anzulasten und damit eine Invasion des Karibikstaats zu rechtfertigen. "Dem Plan zufolge wollten sie Menschen auf der Straße erschießen und Boote mit Flüchtlingen aus Kuba versenken", sagte James Bamford, Autor des neu erschienenen Buchs "Body of Secrets", das die Geschichte der US-Geheimbehörde National Security Agency (NSA) untersucht. Ein weiterer Plan des Generalstabs sah nach Angaben Bamfords vor, ein eventuelles Unglück beim Start des US-Astronauten John Glenns ins Weltall den Kubanern anzulasten. Der US-Astronaut umkreiste 1962 an Bord einer Mercury-Rakete drei Mal die Erde.

Mit den Anschuldigungen sollte in der amerikanischen Öffentlichkeit eine anti-kubanische Stimmung erzeugt und so eine Invasion Kubas rechtfertigt werden, sagte Bamford. Belege dafür habe er bei den Recherchen für sein Buch im US-Nationalarchiv gefunden. Eine vom US-Geheimdienst CIA unterstützte Invasion antikommunistischer Exilkubaner (Schweinebucht-Invasion) scheiterte 1961, nachdem die US-Armee auf Weisung von Präsident John F. Kennedy ihre Hilfe verweigerte. (APA)

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