Plaut fährt Verluste ein

2. Mai 2001, 10:10
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Restrukturierungskosten durch Personalabbau in den USA und Großbritannien

Salzburg/Wien - Die Salzburger Management-Beratungsgruppe Plaut, die am Frankfurter Neuen Markt notiert, hat im ersten Quartal 2001 einen Verlust je Aktie von 0,17 Euro (Vorjahresperiode: Gewinn von 0,05 Euro) eingefahren. Laut einer Pflichtmitteilung von heute, Mittwoch, haben Maßnahmen zur Kostenreduzierung zu einem einmaligen Restrukturierungsaufwand von 1,03 Mill. Euro geführt. Negativ auf den Ertrag hätten sich demnach ein vorsorglicher Personalabbau in den USA - auf Grund des unsicheren Marktumfeldes - und ein weiterer Stellenabbau sowie kostensenkende Maßnahmen in Großbritannien ausgewirkt.

Erst kürzlich gab Plaut bekannt, dass die USA heuer erstmals das umsatzstärkste Land der Plaut-Gruppe sein werde. Mit mehr als 500 Mitarbeitern sei Plaut dort an sechs Standorten vertreten. Bis 2002 sollte der Umsatzanteil Amerikas auf 45 (2000: 36) Prozent ansteigen, jener Europas von 64 auf 55 Prozent sinken, hieß es noch im März bei der Bilanz-PK.

Minus 46,8 Mill. S

Das Ergebnis nach Steuern kam in den ersten drei Monaten 2001 somit auf minus 3,4 Mill. Euro (46,8 Mill. S) nach einem Gewinn von knapp 1 Mill. Euro zu liegen. Die Zahl der Mitarbeiter lag zum 31. März 2001 bei 1.985 gegenüber 1.765 zum Vorjahresstichtag. Zum Vergleich: Im Jahresdurchschnitt 2000 beschäftigte Plaut 1.854 Mitarbeiter. Für das Gesamtjahr 2001 wurden zuletzt im März noch 2.600 angepeilt.

Den Umsatz konnte die Management-Beratungsgesellschaft gegenüber der gleichen Vorjahresperiode um 19 Prozent von 63,2 auf 75,1 Mill. Euro steigern. Anfang Februar rechnete Plaut noch mit 85 bis 90 Mill. Euro. Das Bruttoergebnis verbesserte sich um 24 Prozent von 19,1 auf 23,7 Mill. Euro, das entspricht einer Bruttoergebnismarge von 31,6 (30,3) Prozent. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag im ersten Quartal 2001 bei minus 1,0 (+1,0) Mill. Euro. (APA)

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