Längeres Warten auf Lars van Triers "Dogville"

3. Mai 2001, 17:19
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Nicole Kidmans dichter Terminplan ist schuld

Los Angeles - Auch Lars van Triers neues Filmprojekt "Dogville" leidet unter den Streikandrohungen von Hollywood; es wird sich beträchtlich verzögern. Das Projekt selbst wäre an sich startklar, ist doch laut "Variety" gedacht, alles an einem einzigen Schauplatz einer Bühne und somit ohne Aussenaufnahmen abzuwickeln.

Zu Jahresbeginn hatte sich van Trier in Kopenhagen mit Testaufnahmen zur Entwicklung eines Licht- und Farbkonzeptes beschäftigt und dabei Ambitioniertes verkündigt: Der Nachfolger von "Dancer in the Dark" mit Catherine Deneuve und Björk in den Hauptrollen werde besetzungsmäßig noch größer auffahren. Diesmal solle es ein Hollywoodstar sei, und er wünsche sich Nicole Kidman.

Kidman dürfte sich an den großen Kritiker-Erfolg mit Gus Van Sants "To Die For" erinnert haben und zugesagt haben, sich dem Abenteuer eines van-Trier-Drehs auszusetzen. Der Zeitplan ist das Problem: Nach einer Verletzung, die sie sich am Set von "Los otros" ("The Darkness") des spanischen Nachwuchsstars Alejandro Amenabar ("Abre los ochos") zugezogen hat, drängen die Dreharbeiten für "The Hour" von Stephen Daldry ("Billy Elliot"), die mit Hochdruck bis 1. Juli, dem möglichen Streikbeginn der Schauspieler, abgeschlossen werden müssen.

Von Trier hat deswegen letzte Woche bekannt gegeben, dass mit einem Drehstart vor 1. August nicht zu rechnen ist.
hcl

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