Weniger Blutdruck bringt Potenz in Schwung

2. Mai 2001, 07:27
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Ein überzeugendes Argument bei Männern zur Bekämpfung der Hypertonie

Washington/Valencia - Weniger Blutdruck durch die Behandlung mit einem Medikament aus der Klasse der modernsten Hypertonika bringt den Männern mehr Potenz. Das haben Wissenschafter der Wake Forest University in den USA entdeckt. Nach zwölf Wochen Therapie sank bei männlichen Blutdruck-Patienten mit Potenzstörungen die Rate der Fehlschläge im Bett um 88 Prozent.

"Unsere Resultate könnten eine Lösung für jene Männer bedeuten, die ihre Blutdruckmedikamente gar nicht mehr einnehmen, weil sie die Sexualfunktion stören", erklärte Dr. Carlos Ferrario von der Universität aus Anlass der Veröffentlichung der Studienergebnisse in der Fachzeitschrift "American Journal of the Medical Sciences" (Mai-Ausgabe).

Die Untersuchung war an der Universitätsklinik von Valencia durchgeführt worden. Insgesamt wurde zwei Gruppen je 82 Bluthochdruck-Patienten untersucht. Die Hälfte hatte in einem Fragebogen Potenzschwierigkeiten, frustrierendes Sexualleben oder verringerte Libido angegeben.

Mit Losartan ist Sex in Ordnung

Die Testpersonen wurden zwölf Wochen lang mit der Substanz Losartan, einem Medikament aus der Reihe der derzeit modernsten Hypertonie-Medikamente behandelt. Nach zwölf Wochen war offenbar der Sex bei den meisten der Männer wieder in Ordnung.

So sank der Anteil der Impotenten unter der davon betroffenen Probandengruppe von 75,3 auf 11,8 Prozent. Der Anteil der Männer, die wieder mit ihrem Sexualleben zufrieden waren, stieg von 7,3 auf 58,5 Prozent. Der Anteil der männlichen Blutdruckpatienten, die mindestens einmal pro Woche Sex hatten, stieg von 40,5 auf 62,3 Prozent.

Im Vergleich dazu: Unter jenen Männern mit zu hohem Blutdruck, die vor der Therapie mit dem Medikament keine Störungen ihres Sexuallebens gehabt hatten, "tat sich" auch während der Behandlung nicht mehr und nicht weniger. (APA)

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