Gibt es ein Leben nach der Jungsmusik?

1. Mai 2001, 23:00
posten

Die Antwort darauf wird uns Ex-Pavement-Mann Stephen Malkmus nun live geben

Jungsmusik ... wird in der Regel nur von denen als Genre erkannt, die nicht innerhalb des speziellen Segments Geschlecht: männlich, Sexuelle Ausrichtung: hetero, Alter: ... eigentlich wurscht stehen. Allen anderen fallen da schon gewisse Ähnlichkeiten auf: die Gitarren und die Verliebtheit in ebendiese, die leichte Versponnenheit, das Tüfteln am Sound, das Auskennerische (gar nicht negativ gemeint), der Sammeltrieb, was Töne und deren Träger anbelangt, das Abfeiern einer irgendwie charmanten Loser-Kultur ... obwohl sie für das Wort "charmant" sicher kein Verständnis hätten. Macht nichts.

Bands, die diese Gruppe ins Mark getroffen haben, waren in Deutschland z.B. Tocotronic, in Amerika (ein paar Jährchen früher schon) z. B. Pavement. Letztere gibt es nicht mehr - oder vielleicht sollte man sagen fast nicht mehr, denn Frontmann Stephen Malkmus macht weiterhin Musik, und mehr noch: er macht weiterhin dieselbe Musik. (Genauere Informationen entnehme man der Rezension von Malkmus' selbstbetiteltem Solo-Album, über das unser Duo Bräsig ein ausführliches Gespräch geführt hat.)

Womit sich die Frage in unserer Überschrift eigentlich erübrigt hat: Es gibt kein "Danach". Jungsmusik forever!

Postskript: Über die Support-Band Caesar wissen wir rein gar nix, das geben wir offen zu. Hier ist jedoch der Link zu ihrer Homepage - selber checken! (red)

Szene Wien, 2. 5., 20 Uhr: Stephen Malkmus & the Jicks, Support: Caesar aus den Niederlanden

Stephen Malkmus auf Matador Recordings

Das Album

Rezension von derStandard.at

Caesar
Share if you care.