3-D-Mess-Systeme verbessern industrielle Qualitätssicherung

1. Mai 2001, 19:59
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Ihre Messgenauigkeit liegt bei 20 bis 50 Mikrometern

München - Forscher des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Optik und Feinmechanik haben ein dreidimensionales Mess-System für die industrielle Qualitätssicherung entwickelt. Bislang waren nur zweidimensionale optische Messverfahren im Einsatz. Mit G-Scan soll sich neben der Länge und Breite auch die Tiefe vermessen und mit den Vorgaben vergleichen lassen.

Für dreidimensionale Messungen werden zur Zeit häufig noch mechanische Koordinatenmessmaschinen eingesetzt, die das Werkstück Punkt für Punkt abtasten. Sie erzielen zwar hohe Genauigkeiten, erfordern jedoch lange Messzeiten. Berührungslose 3-D-Messverfahren sollen dagegen schneller und robuster arbeiten, so das Fraunhofer-Institut.

In dem neuen Messverfahren beleuchtet ein Streifenprojektor aus unterschiedlichen Richtungen das Objekt, das gleichzeitig von mehreren feststehenden Kameras aufgenommen wird. Die hellen und dunklen Streifen der Projektion sorgen dafür, dass Größe und Kontur genau erfasst werden. Die Kameras ermöglichen die simultane Aufnahme aller Ansichten.

Das 3-D-Mess-System wählt eigenständig Referenzpunkte für die Vermessung aus. Dadurch ist der Einsatz unabhängig von Temperaturschwankungen oder speziellen Messräumen möglich. Heiße Objekte, etwa beim Schmieden und Gießen, sollen sich mit G-Scan ebenso vermessen lassen, wie schwach glänzende Oberflächen. Die Genauigkeit liegt bei 20 bis 50 Mikrometern. (pte)

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