"Kein Wahlkampf, sondern Krieg"

1. Mai 2001, 21:24
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Berlusconi reagiert auf internationale Medienkritik

Rom- "Das ist kein Wahlkampf, sondern ein Krieg gegen mich": Mit diesen Worten reagierte der italienische Oppositionschef Silvio Berlusconi am Montagabend vor 2000 Anhängern in Palermo auf die Attacken der spanischen Tageszeitung Il Mundo. Dem Blatt zufolge hat der Privatkanal "Telecinco" Milliarden für Übertragungsrechte an Offshore-Gesellschaften gezahlt, die Berlusconi in Steuerparadiesen gegründet haben soll. Auf diese Weise seien die Kassen des spanischen TV-Kanals, dessen Aktionär Berlusconi war, geleert worden.

Indes hat auch die französische Tageszeitung Le Monde in den Chor der Berlusconi-Kritiker eingestimmt, sie erklärt sich mit der Analyse des britischen Economist einverstanden, derzufolge Berlusconi wegen seiner Probleme mit Justiz und Interessenkonflikten als Regierungschef ungeeignet sei. Le Monde äußert auch Bedenken wegen Berlusconis rechts stehender Partner Alleanza Nazionale und Lega Nord. (APA)
(DER STANDARD, Printausgabe, 2.5.2001)

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