Kundgebung für Omofuma-Denkmal

2. Mai 2001, 11:11
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Zeitgleich mit SPÖ-Aufmarsch

Wien - Zeitgleich mit dem Maiaufmarsch der Wiener SPÖ fand vor dem Wiener Burgtheater eine Kundgebung für die Errichtung eines Denkmals für "Marcus Omofuma und die anderen durch rassistische Polizeigewalt Getöteten" statt, teilte das International Centre for African Perspectives (ICAP) Dienstag nachmittag mit. Die Polizei sprach von 15 Kundgebungsteilnehmern, die Veranstalter erklärten, nach Ende des Aufmarsches vor dem Rathaus seien "mehrere Hundert Personen" stehen geblieben. Zu Zwischenfällen kam es nicht.

Auf einem großen Transparent der Omofuma-Sympathisanten war unter anderem zu lesen: "SPÖ prepared the ground". In einer früheren Aussendung hatten sie den damaligen Innenminister Karl Schlögl und Bundeskanzler Viktor Klima beschuldigt, "politische Konsequenzen" nach dem Tod Omofumas verhindert zu haben.

Der Nigerianer war am 1. Mai 1999 im Zuge seiner Abschiebung auf dem Flug nach Sofia umgekommen, nachdem ihm die drei begleitenden Fremdenpolizisten mittels Klebeband den Mund verschlossen hatten. Ein Gerichtsverfahren zu der Causa ist nach wie vor anhängig. (APA)

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