Gewalttätige Demonstrationen in Zürich

1. Mai 2001, 15:58
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Tränengas eingesetzt - Leila Khaled ruft zur Unterstützung der Palästinenser auf

Zürich - In der Innenstadt von Zürich ist es am Dienstag im Anschluss an die Maikundgebung zu gewalttätigen Demonstrationen gekommen. Die Polizei setzte Wasserwerfer, Gummikugelgeschoße und Tränengas ein. Nach ihren Angaben handelte es sich um rund 400 gewalttätige Demonstranten.

Die zum Teil schwarz gekleideten und vermummten Personen beteiligten sich an der seit Jahren so genannten Nachdemo, zu der jeweils ein "Revolutionäre Aufbau" aufruft. Die Demonstranten warfen Steine und Farbbeutel und zerbrachen Scheiben.

Zuvor hatte die Palästinenserin Leila Khaled zur Unterstützung des Freiheitskampfes ihres Volkes aufgerufen. Die umstrittene 57-Jährige, die 1969 an der Entführung eines US-Passagierflugzeugs nach Damaskus beteiligt gewesen war, kritisierte als Hauptrednerin der offiziellen Maikundgebung die Politik Israels scharf. Als einzig möglichen Ausweg bezeichnete Khaled eine politische Lösung, welche den Palästinensern die politischen Grundrechte garantiere. Solange ein solcher Ausweg nicht gefunden sei, gehe der Kampf weiter. (APA/dpa)

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