"Net-Nanny" beschützt US-Soldaten

1. Mai 2001, 17:20
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Filtersoftware soll pornopraphische Inhalte vom Kasernenleben fernhalten

Nach dem in Amerika schon Schulen und andere öffentliche Einrichtungen ihre Rechner mit Filtersoftware, wie etwa "Net Nanny", bestückt haben um gegen unerwünschte Inhalte geschützt zu sein, zieht nun auch das Militär mit. Die US-Army versucht ihre rund 200.000 Rekruten vor den pornografischen Versuchungen des Internets zu schützen. Auf mehr als 100 Militärbasen werden nun alle Rechner mit der Sftware ausgestattet.

"Soldaten sind auch nur menschliche Wesen"

Entgegen anderslautenden Meldungen lag es den Militärbehörden nie am Herzen da Surfverhalten ihrer Soldaten zu durchleuchten, so eine Armeesprecherin. Vielmehr soll einfach verhindert werden, dass Regierungscomputer zum Besuch von Sex- und Glücksspielseiten misbraucht würden. Nach Ansicht der Sprecherin "sehen Soldaten genauso viel oder wenig Seiten mit pornografischen Inhalten an, wie andee Bevölkerungsgruppen, sie sind ja menschliche Wesen."

Reaktion auf sexuelle Übergriffe

Allerdings deutet vieles daraufhin, dass die Militärbehörden mit dieser Vorgehensweise den sexuellen Übergriffen, die immer wieder an die Öffentlichkeit drangen, Einhalt gebieten möchte. Mit der Installation und Wartung wurde die Firma Websense beauftragt, die dafür nicht weniger als 1,8 Millionen US-Dollar erhalten wird. (red)

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