"SPÖ hat zum Weltkulturerbe der Menschlichkeit beigetragen"

1. Mai 2001, 13:19
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Schriftsteller Michael Köhlmeier lobt Sozialdemokratie - SPÖ-Vorarlberg im Aufwind

Bregenz - Kritik am Sozialabbau der Regierung, am Abbau der Chancengleichheit und an der Einschränkung der Meinungsfreiheit standen im Mittelpunkt der Reden von SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Andrea Kuntzl und dem Vorarlberger SPÖ-Vorsitzenden, Nationalrat Manfred Lackner. Mehr als 300 Personen, waren zur Mai-Kundgebung der SPÖ-Vorarlberg in Dornbirn gekommen. Als Festredner fungierte der Schriftsteller Michael Köhlmeier.

Die SPÖ habe den Wechsel zur schlagkräftigen Opposition geschafft und befinde sich im Aufwind, der Wahlsieg in Wien gebe kräftigen Rückenwind, sagte Manfred Lackner. Auch in Vorarlberg sei dieser Trend durch gute Ergebnisse bei Nachwahlen in zwei Gemeinden (Feldkirch und Bludenz) erkennbar. Sorgen bereitet dem Vorarlberger SPÖ-Vorsitzenden, dass nach 15 Monaten schwarz-blauer Regierung das Ansehen Österreichs im Ausland beschädigt, der soziale Friede gefährdet und die Bevölkerung mit einem Belastungspaket ungeahnten Ausmaßes konfrontiert ist.

Politik der sozialen Kälte

Bundesgeschäftsführerin Andrea Kuntzl sprach ebenfalls davon, dass der 1. Mai im Zeichen von großer Sorge steht, aber auch von großer Zuversicht und Zukunftsoptimismus. Der derzeitigen Politik der sozialen Kälte, des Chancenabbaus und der Einschränkung der Meinungsfreiheit stelle die SPÖ ihre im Netzwerk Innovation gemeinsam mit 800 Experten ausgearbeiteten Konzepte entgegen. Als Beispiel nannte die Bundesgeschäftsführerin das Modell zur Armutsbekämpfung und -Vermeidung.

Der Schriftsteller Köhlmeier betonte in seinem Referat "Der Kern sozialdemokratischer Gesinnung besteht nicht aus politischer Finesse, dort siedeln nicht Strategie und Taktik, sondern die Sorge um Leben und Würde der Menschen, aller Menschen". Er erinnerte an den Sozialdemokraten Otto Bauer und sein viel kritisiertes Verhalten während der Ereignisse um den 12. Februar 1934 und meinte: "In Wahrheit war das ein schmerzlicher aber großer Sieg der Menschlichkeit." Das habe er während seines Studiums in Deutschland begriffen: "Und da hatte ich Heimweh nach diesem Österreich, das so viel beigetragen hat zum Weltkulturerbe der Denkmäler und auch zum Weltkulturerbe der Menschlichkeit einen Beitrag geleistet hat, nämlich die Sozialdemokratie." (APA)

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