Es begann einmal in Namibia

5. Mai 2001, 19:38
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Der Tag der Pressefreiheit geht auf eine Konferenz von UNO und Unesco zurück

Der zehnte Internationale Tag der Pressefreiheit wird am Donnerstag weltweit begangen. Er geht zurück auf eine am 3. Mai 1991 abgehaltene UNO-UNESCO-Konferenz in Namibia, bei der afrikanische Verleger, Herausgeber und Journalisten zusammenkamen. In einem auf dieser Konferenz verfassten Manifest wurde eine unabhängige, pluralistische und freie Presse zum wesentlichen Bestandteil demokratischer und wirtschaftlicher Entwicklung erklärt. Das Manifest - die Erklärung von Windhuk - forderte die internationale Gemeinschaft zur Verurteilung der Zensur als schwerwiegende Verletzung der Menschenrechte auf.

Außerdem wurden die Staaten aufgefordert, der Pressefreiheit den Status eines verfassungsmäßig garantierten Rechts zu verleihen. Bei zwischenstaatlichen Organisationen stieß dieser Aufruf keineswegs auf taube Ohren. Die Generalkonferenz der UNESCO schloss sich der Erklärung innerhalb von wenigen Monaten an, kurz darauf gefolgt von der Vollversammlung der Vereinten Nationen, die den 3. Mai formell zum Internationalen Tag der Pressefreiheit erklärte. (APA)

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