Donau-Karpaten-Raum- Staaten beschließen Umwelt-Zusammenarbeit

1. Mai 2001, 09:54
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Ziel ist, Wirtschaft und Umweltschutz zu verbinden

Bukarest - Bei dem Gipfeltreffen von Staaten des Donau-Karpaten-Raums in Bukarest haben vierzehn Teilnehmer-Länder am Montag eine Erklärung zur umweltpolitischen Zusammenarbeit unterzeichnet. Ziel ist es, dass die wirtschaftliche Entwicklung der südosteuropäischen Region mit dem Umweltschutz verbunden wird.

Wiederschiffbarmachung der Donau

Der EU-Koordinator für den Balkan-Stabilitätspakt, Bodo Hombach, plädierte bei der Tagung für zügigere Maßnahmen zur Entwicklung der Region, insbesondere die Wiederschiffbarmachung der Donau nach dem Kosovokrieg vor zwei Jahren. "Ich verstehe nicht, weshalb man binnen nur zwei Tagen beschließen kann, welche Brücke man bombardiert, aber zwei Jahre braucht, um zu entscheiden, welche man wieder aufbaut", sagte Hombach.

Gipfeltreffen

Veranstalter des Gipfeltreffens war neben der rumänischen Regierung die internationale Umweltschutz-Stiftung World Wide Fund for Nature (WWF). Ihr Ehrenvorsitzender, Prinz Philip, Ehemann der britischen Königin, hob hervor, dass es wirksamen Arten- und Naturschutz nur auf länderübergreifender Ebene geben könne und dass gleichzeitig auch für den Wohlstand der Bewohner dieser Gebiete gesorgt werden müsse. An den Ufern der 2.840 Kilometern langen Donau ebenso wie in den Bergen der Karpaten finden sich nach WWF-Angaben noch große Gebiete ursprünglicher Naturlandschaften.

Unterzeichner

Zu den Unterzeichnern des Abnschlussdokuments gehörten die Staatspräsidenten Rexhep Meidani (Albanien), Zivko Radisic (Bosnien-Herzegowina), Petar Stoianow (Bulgarien) Stipe Mesic (Kroatien), Boris Trajkowski (Mazedonien), Vladimir Voronin (Moldawien) und Rudolf Schuster (Slowakei). Für Ungarn, Polen, Jugoslawien, Tschechien und Österreich unterschrieben Regierungsvertreter und Diplomaten. (APA/dpa)

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