Ethik-Kommission für NS-Raubkunst

1. Mai 2001, 21:39
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...in Deutschland

Weil in 90 Prozent der Streitfälle bezüglich der Rückgabe von NS-Raubkunst alle juristischen Mittel ausgeschöpft worden seien, will der deutsche Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin (SPD) eine Ethik-Kommission einsetzen. Bereits in zwei Wochen sollen die Mitglieder des Gremiums feststehen.

Es gebe in vielen Fällen Unzufriedenheit, weil es sich immerhin um Willkürmaßnahmen der Nationalsozialisten handle, sagte der Minister. Wenn keine Rückgaben möglich seien, könnte die Kommission z. B. eine Entschädigung der Exeigentümer empfehlen.
(DER STANDARD Printausgabe 30.4./1.5. 2001)

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