LASK ermauerte in Graz Punkt

30. Juni 2000, 14:46

Sturm nahm LASK-Gehäuse erfolglos unter Dauer-Beschuss

Graz - Tabellenschlusslicht LASK erreichte am Freitagabend im Auswärtsspiel gegen Meister Sturm dank Torhüter Pavlovic und einer Riesenportion Glück ein torloses Remis. Während die Hausherren vor allem nach der Pause, als durch den eingewechselten Debütanten Pantelic viel Schwung ins Spiel der Grazer kam, einen famosen Sturmlauf auf das LASK-Tor starteten, beschränkten sich die Gäste aus Linz aufs "Mauern" und holten damit ihren erst zweiten Saisonpunkt in einem Auswärtsspiel.

Erst nach 33 Minuten bekamen die 8.800 Zuschauer, darunter auch Beobachter von Sturms Champions-League-Gegnern Manchester United und Olympique Marseille, im Schwarzenegger-Stadion die erste Chance des Spiels zu sehen. Sturm-Star Vastic bediente Reinmayr per Kopf ideal, doch dessen Schuss aus kurzer Distanz wurde vom überragenden LASK-Tormann Pavlovic per Fuß abgewehrt. Wenig später wachten dann auch die Gäste auf: Stumpf prüfte Schicklgruber mit einem Freistoß aus rund 25 Metern (37.), es sollte die größte Chance der Linzer im ganzen Match bleiben.

Grazer Sturmlauf

Danach stürmten nämlich nur noch die Grazer, wobei sich Pavlovic mit mehreren Glanzparaden auszeichnete, so nach einem weiteren Reinmayr-Schuss (39.) und vor allem nach einem Vastic-Heber, den er mit einer glücklichen Reaktion regelrecht am Tor "vorbeilotste". In der 65. Minute hatte der LASK-Schlussmann dann auch das Glück des Tüchtigen, als ein Vastic-Schuss nur Zentimeter an der Stange vorbeiging.

Der Sturm-Drang der Grazer wurde aber jäh gebremst, als Martens als letzter Mann den eingewechselten Dadi foulte und dafür wegen Torraubs die Rote Karte sah (74.). Wenig später musste auch der Gefoulte vorzeitig vom Feld, allerdings wegen einer Verletzung. Und da LASK-Trainer Marinko Koljanin das Austausch-Kontingent bereits voll ausgeschöpft hatte, hieß es für die letzten Minuten Zehn gegen Zehn, Sturm kam dadurch wieder auf und hatte in der 85. Minute eine weitere Riesenchance: Kocijan ließ gleich drei Spieler aussteigen und spielte ideal für Feldhofer auf, doch dessen Schuss landete an der Stange und von dort direkt in den Armen von Pavlovic.

In der 94. Minute verhinderte schließlich Göttin Fortuna persönlich das 1:0 für Sturm. Pavlovic lenkte einen Vastic-Gewalt- Freistoß aus 30 Metern mit den Händen an die Stange, von dort prallte der Ball dann gegen die andere Stange, und den Nachschuss von Kocijan parierte erneut Pavlovic.


Sturm Graz - LASK Linz 0:0 Schwarzenegger-Stadion, 8.800, Benkö.

Sturm: Schicklgruber - Foda - Prilasnig, Neukirchner - Schopp (46. Pantelic), Mählich, Reinmayr, Schupp (79. Feldhofer), Martens - Vastic, Kocijan

LASK: Pavlovic - Muhr - Ba, Jochum - Brenner, Kauz (64. Milinovic), Mehlem, Bradaric, Pichorner, Panis (66. Grassler) - Stumpf (64. Dadi)

Rote Karte: Martens (74./Torraub)

Gelbe Karten: Pantelic bzw. Muhr

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