Eine Auftritt ohne Floskeln

28. März 2002, 19:18
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Nichtssagende Redensarten und Fragen sollten durch aussagekräftige Bitten und Wünsche ersetzt werden

Zu einem guten Auftritt mit einem wichtigen Kunden, einem Vorgesetzten oder Geschäftspartner gehören nicht nur das Outfit, das selbstbewusste Aufteten, Internationalität und Souveränität, sondern auch Kommunikation und Eloquenz. Diese drückt sich nicht nur durch die prinzipielle Freude am Reden und inhaltliche Stärke aus. Die Sprache und wie man sie verwendet, gehört auch dazu. Sie ist einem ständigen Wandel unterworfen, Wörter erfahren einen Bedeutungswandel, Begriffe kommen in Mode oder aus der Mode ....

Moderne Sprache

Darunter ist kein jugendlicher Slang zu verstehen, mit Ausdrücken, die jenseits der 20 Jahre keiner mehr versteht, um demonstrativ zu zeigen, wie modern und junggeblieben man ist. Vielmehr bedeutet dieses Anpassen der eigenen Sprache an moderne Bedeutungen bei allem Respekt für den Ernst des Business und korrekte sowie seriöse Verhaltensweisen mehr Entspannung, mehr Freude und auch eine gewisse Auflockerung der eigenen Einstellung.

Dass die Unterwürfigkeit, mit der der einfache Angestellte bis vor zehn oder zwanzig Jahren seinen Vorgesetzten begegnet ist, out ist, hat sich schon herumgesprochen. Mehr Selbstbewusstsein, ein freundschaftlicheres Verhalten unter den Mitarbeitern und flachere Hierarchien haben dazu geführt und gleichzeitig mehr Spaß an der Arbeit hervorgerufen.

Floskeln

Zum Repertoire eines redegewandten Managers gehört auch die eine oder andere Floskel. Zu bedenken ist bei deren Verwendung, dass vor allem solche Redewendungen einen raschen Bedeutungswandel erfahren und aus der Mode kommen können:

Ziemlich out sind:

"Darf ich vorstellen?" "Angenehm, wie geht¹s?" "Kein Problem" "Mahlzeit" "Prost" "Gesundheit"

Floskeln am Telefon

Floskeln am Telefon sind absolute Kommunikations-Killer:

  • "Wie war doch gleich Ihr Name?!"

    Besser: "Sagen Sie mir bitte nochmals Ihren Namen?!" "Darf ich Ihren Namen notieren?" "Mit wem spreche ich bitte?" "Ich bitte Sie, Ihren Namen zu buchstabieren."

  • "Um was geht es denn?"

    Besser: Was darf ich ausrichten? Welches Stichwort darf ich dazu vermerken?

  • "Ihr Termin ist da."

    Besser: Herr/Frau Soundso ist jetzt für Sie da.

  • "Herr Klein ist nicht da."

    Besser: Sie können Herrn Klein morgen erreichen. Herr K. ist im Haus unterwegs.

  • "Da müssen Sie warten."

    Besser: Wollen Sie einen Moment warten?

  • "Was ist Ihr Problem?"

    Besser: Wie kann ich Ihnen helfen?

  • "Da muss ich Sie verbinden."

    Besser: Ich verbinde Sie gerne weiter.

  • "Dafür bin ich nicht zuständig."

    Besser: Dafür ist Frau Ypsilon zuständig. (Ich verbinde Sie gerne weiter.)

  • "Das müssen Sie entschuldigen."

    Besser: Entschuldigen Sie bitte.
    (red/ Quelle: Susanne Helbach-Grosser, www.dorje-verlag.de)

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